App-Test: Religion Simulator

Wieder einmal habe ich keine Kosten und Mühen gescheut, eine kuriose App für euch unter die Lupe zu nehmen und zu testen. Ja, ich habe 2,99 Euro ausgegeben, nur um euch am Ende zu sagen, dass ihr das nicht tun braucht. Kauft euch lieber ein Eis. Darf ich vorstellen: Der „Religion Simulator“, ein Spiel für Android-Smartphones und iPhones. Gespielt habe ich die Android-Version. Aber nicht lange. Deswegen auch nur ein Kurz-Test.

Worum geht’s?

Screenshot_2015-07-15-16-47-01Um Gott. Genauer: Ihr seid Gott. Und ihr habt eine Religion, die – Achtung, Kreativitätswarnung – „Your Religion“ heißt. (Könnte man selbst den Namen raussuchen – was hätte ich für tolle Ideen!) Und damit es dann auch nicht zu kompliziert wird, heißen die Religionen eurer Computer-Gegner „Religion 2“ und „Religion 3“. Auf einer Weltkugel, deren Layout eigentlich nur ein Fliesenleger auf der Toilette entworfen haben kann, besteht nun die Aufgabe darin, möglichst viele Fliesen für „Your Religion“ zu gewinnen.

Das funktioniert, indem man Gebäude baut, entweder zur Stärkung des Glaubens oder zur Expansion – mehr als diese beiden Möglichkeiten gibt es eigentlich nicht. Ihr könnt den Gegner aber auch mit Waffen zurückdrängen, zum Beispiel mit Bomben, die die Gebäude der anderen Religion zerstören. Bestimmte Faktoren eurer Religion (Glück, Glaubensstärke, Öffentlichkeit, Wissen, …) können durch sogenannte „God Coins“ weiterentwickelt werden. Die poppen einfach auf irgendeiner Fliese auf der Welt auf und müssen dann eingesammelt werden. Gewonnen hat man, wenn man am Ende die ganze Welt bekehrt hat.

Macht’s Spaß?

Nein. Irgendwie nicht. Die Möglichkeiten sind recht schnell ausgereizt, es gibt nur wenige Gebäude, die gebaut werden können – von Allmacht keine Spur. Das ganze läuft ziemlich öde ab, da nur wenig animiert wird und diese fürchterliche Kachel-Optik zum Abgewöhnen ist. Ich jedenfalls hab‘ es nicht lange ausgehalten.

Die Idee, den Spieler vor dem Bildschirm einen Gott spielen zu lassen, ist nicht neu – nur diesmal besonders schlecht umgesetzt. An sich können solche Spiele durchaus amüsant sein. Zum Beispiel das schon ältere „Black & White“ ist durchaus spielenswert, und auch „Dungeon Keeper“, in dem der Spieler den Part des Höllenfürsten übernimmt, habe ich seinerzeit ganz gern mal gespielt. Sicherlich gibt es auch Beispiele aus neuerer Zeit, die ich aber mangels Spiele-Erfahrung in den vergangenen Jahren nicht kenne.

„Religion Simulator“ jedenfalls kann getrost vergessen werden. Schade, denn die Spielidee an sich gibt doch einiges her – und bietet sich gerade dazu an, für Mobilgeräte vernünftig adaptiert zu werden. Beim „Religion Simulator“ jedoch ist das Fazit schnell formuliert: Wenn Gott sein wirklich so langweilig ist, bin ich froh, dass ein anderer den Job übernommen hat.

Der Vollständigkeit halber: Den „Religion Simulator“ gibt’s hier im Playstore (und hier via iTunes) für 2,99 Euro.

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