Religiot ist, wer trotzdem lacht – Die Radikalisierung des Humors im Internet

Frankreich wird gerade von Debatten und Verbotsforderungen um den Komiker Dieudonné erschüttert, der in seinen Shows über Juden herzog, einen Spottsong auf das Holocaust-Gedenken popularisierte und mit dem „Quenelle“ eine „Parodie“ des Hitler-Grußes parodierte. Seine wachsende Anhängerschaft bindet er dabei per YouTube und Facebook an sich, bewirbt seine Produkte und wirbt um Spenden „gegen das System“. Auch vielen Franzosen, die im Streit um die Mohammed-Karikaturen noch für die Freiheit der Kunst plädiert hatten, gehen diese Aktionen inzwischen zu weit. Muss auch religions- und minderheitenfeindlicher „Humor“ Grenzen haben? Und wie sollten Kirchen und Religionsgemeinschaften auf zunehmende Radikalisierungen im Netz reagieren?

Humor in und zwischen Religionen und Weltanschauungen

Das "Fliegende Spaghettimonster" ist die Gottheit des "Pastafarianismus" - einer Persiflage auf den Kreationismus. (Bild: dougnaka/flickr.com unter cc-by-sa)

Das „Fliegende Spaghettimonster“ ist die Gottheit des „Pastafarianismus“ - einer Persiflage auf den Kreationismus. (Bild: dougnaka/flickr.com unter cc-by-sa)

Als der Religions- und Wissenssoziologe Peter Berger um 1998 „Erlösendes Lachen“ veröffentlichte, richtete er den Blick auf die Nähe von Religion und Humor. Beide stellen herrschende Bezugsrahmen in Frage, stellen die Welt für kurze Momente auf den Kopf und bewirken dadurch einen „transzendenten Blick“ auf das Gegebene. Entsprechend wurde und wird Humor in allen religiösen Traditionen gegen alle Unterdrückungsversuche humorloser Sittenwächter (und oft gerade gegen diese) gepflegt – es mangelt nicht an Auslassungen zu „jüdischem“ und „katholischem“ Humor und in buddhistischen und taoistischen Kontexten gilt der zunächst verblüffende, dann zum Nachdenken einladende „Witz“ des Meisters als ein Weg zur Weisheit. Sogar evangelische Pastoren sollen schon beim Schmunzeln gesichtet worden sein, etwa rund um die Facebook-Gruppe „Dinge, die ein evangelischer Pfarrer nicht sagt“: „Das ist eine klasse Motivation! Ich habe mich damals auch konfirmieren lassen, weil ich Geld brauchte.“

Guter, weisheitlicher Humor nimmt dabei gerade nicht Gott oder andere Menschengruppen, sondern immer auch unsere eigenen Unzulänglichkeiten und verkürzten Lebens- und Gottesbilder aufs Korn. Er erniedrigt also nicht Mitmenschen, sondern schafft eine lockere Distanz zur eigenen Position, die Konflikte entkrampft, Hierarchien hinterfragt und Mauern zu überwinden hilft. Sehr schön zum Beispiel der „Turmbau zu Babel“ in der Bibel, 1. Moses 11,4 & 5:

Sie sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder.

Da fuhr der HERR hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.

Wir dürfen uns ruhig ausmalen, wie die Autoren der biblischen Texte schon vor Jahrtausenden schmunzelten, als sie das menschliche Streben „bis an den Himmel“ mit Gottes souveräner Reaktion kontrastierten, der erst einmal „hernieder fuhr“, um sich den vermeintlichen Himmelskratzer mal genauer anzuschauen. Und inzwischen, Jahrtausende später, gibt es sogar einen Skyscraper Index, mit dem auffällige Korrelationen zwischen Baumaßnahmen im Größenrausch und folgenden Krisen erkundet werden.

Es kommt darauf an, wer einen Witz erzählt

Weil guter Humor also gerade auch die eigenen Grenzen augenzwinkernd thematisiert, spielt es eine große Rolle, wer einen Witz erzählt. Es ist eben etwas völlig anderes, ob die Eigen- oder Andergruppe humorvoll hinterfragt wird.

Den nachfolgenden Witz brachte beispielsweise ein Jesuitenpater am Rande einer interreligiösen Veranstaltung vor:

Der Papst und seine Kardinäle tagen zusammen, als ein päpstlicher Diener herein platzt. „Heiliger Vater, entschuldigt die Unterbrechung, aber ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht!“ – „So sprich, mein Sohn!“ – „Heiliger Vater, die gute Nachricht ist: Jesus ist auf die Erde zurück gekehrt!“ – „Hallelujah! Hallelujah, endlich! Was kann denn jetzt noch eine schlechte Nachricht sein?“ – „Nun ja, es war ein Ferngespräch aus Mekka…“

Der Witz sorgte für Heiterkeit und brachte sogar das Gespräch voran („Echt – Muslime hoffen auch auf die Wiederkehr Jesu?“). Aber stellen Sie sich bitte vor, wie der identische Witz in der gleichen Umgebung gewirkt hätte, wäre er von einem Muslim vorgebracht worden. In diesem Fall hätte nicht ein katholischer Christ witzig und weise die Grenzen allen menschlichen Wissens thematisiert; sondern ein Muslim den Christen den rechten Glauben abgesprochen.

Generell lässt sich konstatieren, dass die Gattung des interkonfessionellen Witzes an Bedeutung gewinnt – wohl auch einfach deswegen, weil immer mehr Menschen mit religiöser und weltanschaulicher Vielfalt im Alltag konfrontiert werden.

Worin unterscheiden sich Zeugen Jehovas und „Neue Atheisten“? Beide ziehen missionierend umher, aber nur einer kann begründen, warum.

(Wenn Sie jetzt zweimal darüber nachdenken, wer, hat der Witz bereits sein Ziel erreicht! 😉 )

Feindselige Witze

Neben den klugen, weisheitlichen Witzen gab und gibt es aber selbstverständlich leider die Tradition des feindseligen „Humors“, mit dem sich die Witzeerzähler auf Kosten anderer Menschengruppen erheben und profilieren. Über Frauen und Männer, Juden und Türken, so bezeichnete „Neger“ und „Zigeuner“, Homosexuelle und Behinderte gibt es unzählige, gemeine Witze, die gezielt ausgrenzen, verhöhnen, verletzen. Bei „Komikern“ wie dem eingangs geschilderten Dieudonné geht es nicht um „Humor“, sondern um das Bedienen und Schüren von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Erfreulicherweise ist das Bewusstsein für die Niedertracht solcher Witze inzwischen gestiegen und wird wenigstens in „öffentlichen“ Bereichen des Internets meist durch andere Nutzer geahndet.

Dabei gibt es jedoch leider eine beunruhigende Ausnahme: Verletzender Humor auf Kosten religiöser Menschen – gerne auch in ganzen Facebook-Gruppen als „Religioten“ verhöhnt – gilt als angesagt und „aufgeklärt“ und wird von einer Mehrheit der Nutzer schulterzuckend oder gar zustimmend akzeptiert. Es ist daher auch kein Wunder, dass eine steigende Zahl von Menschen Aggressionen und Minderwertigkeitskomplexe gegen eine der letzten „vogelfreien“ Gruppen entsprechend auslebt und oft mit einem Einsatz von mehreren Stunden am Tag solche „Witze“ erstellt, verbreitet und dafür Applaus von anderen „Religionskritikern“ erntet.

Entsprechend bedrückende Erfahrungen – die wohl auch zur Einladung zu diesem Gastbeitrag geführt haben – machte ich als Mitglied einer FB-Gruppe der „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“. Da es sich bei der FSM eigentlich um eine so genannte Spaßreligion antikreationistischer Aktivisten handelte, hatte ich ein paar Dosen kritischen, aber letztlich klugen und weisheitlichen Humors erwartet. Doch die Gruppe war längst in die brutal abwertende Beschimpfung aller religiösen Bekenntnisse „umgekippt“, in der z.B. auch ein Teilnehmer ohne Gegenrede die jüdische Beschneidung mit dem Einritzen eines Hakenkreuzes (!) gleichsetzen konnte. Als ich es wagte, solchen Entgleisungen und der Übernahme von Links aus rechtsextremen Seiten zu widersprechen, ließ mich „Bruder Spaghettus“ als „Geistlicher“ der FSM-Kirche und Administrator der Gruppe wissen:

Auch ich bin islamfeindlich. Ich bin auch christentumsfeindlich und finde das völlig normal.

Interessant war dabei auch, wie schnell „der Spaß aufhört“ – weil ich es gewagt hatte, zu widersprechen, wurde ich in einem einsamen Beschluss des Bruders auch gleich aus der Gruppe ausgeschlossen. Irgendwie habe ich seitdem das dumpfe Gefühl, dass Pastafarianer nicht in allen Fällen liebenswürdiger, toleranter und demokratischer sind als die religiösen Fundamentalisten, gegen die sie sich einst doch wandten.

Fröhliches Fazit?

Das Internet ermöglicht völlig neue Möglichkeiten der Kommunikation und Diskussion – wie auch wir als Blogger sie gerne nutzen. Zu den Nachteilen gehört jedoch, dass andere meist nicht körperlich anwesend sind, dass sich Hetzer aller Art anonym auslassen können und in die Halböffentlichkeit geschriebene Sätze oft eine auch emotional verletzendere Wirkung entfalten. Selbstmorde aufgrund von Cybermobbing gehören zu diesen Schattenseiten ebenso wie Radikalisierungen in Hassgruppen etwa islamistischer, sexistischer oder auch religionsfeindlicher Art.

(Bild: privat/blume-religionswissenschaft.de)

Dr. Michael Blume bloggt als Religionswissenschaftler den scilog „Natur des Glaubens“. Als Autor veröffentlichte er u.a. „Evolution und Gottesfrage. Charles Darwin als Theologe“ (Herder 2013). (Bild: privat/blume-religionswissenschaft.de)

Die Netzkultur wurde und wird überwiegend von Männern mit formal höherer Bildung und viel Zeit (also seltener mit Familien und Ehrenämtern) geprägt – mithin also von genau jenen Milieus, in denen religionskritische und religionsfeindliche Einstellungen am häufigsten sind. Es muss daher nicht verwundern, dass heute im Netz über „Religioten“ ebenso penetrant hergezogen wird wie früher „offline“ über andere vermeintlich minderwertige Menschengruppen. Verstärkend bilden sich dabei Filterblasen, in denen sich antitheistische Aktivisten gegenseitig selbst bestätigen und sich und andere fortlaufend radikalisieren.

Zu oft noch neigen religiöse Menschen – und gerade auch Christinnen und Christen – dazu, solche Attacken gütig lächelnd wegzustecken („die andere Wange hinzuhalten“), wegzuschauen, solange „nur“ Angehörige anderer Religionen angegangen werden oder aber selbst polemisch und verletzend zu reagieren. Die schwierigste, aber vielleicht notwendige Übung besteht darin, Religionsfeindlichkeit standhaft und besonnen als das zu entlarven, was sie ist: Eine weitere Variante von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die kein bisschen besser, lustiger oder gar „aufgeklärter“ ist als etwa Sexismus, Homophobie oder Rassismus.

Oder wie eine lebenserfahrene Schwäbin einst lehrte:

Herr Blume, vielleicht hän Sie ja Recht. Aber Sie müssen mi schon au verstehen: Jetzt han I mi grad an die Katholike g‘wöhnt, da kommed Sie mit denne Moslems!

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19 Reaktionen auf “Religiot ist, wer trotzdem lacht – Die Radikalisierung des Humors im Internet

  1. Sehr guter, wichtiger Beitrag! Die Grenzen von Satire liegen für mich dort, wo ich nicht verstehe, worüber ich mich eigentlich lustig machen würde, wenn ich es denn täte, welche Wirkung der Witz also hätte. Gerade bei bösartigen „Witzen“ über „Religion“ zeigt sich oft ein großes Unwissen und ein mangelndes Bewusstsein der Auswirkung.
    LG, Josef

  2. Pingback: Geistbraus | Mehr Menschenverachtung, bitte!

  3. Die Gleichsetzung von „Religionsfeindlichkeit“ zu „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ funktioniert nicht. Beides ist keineswegs dasselbe. Warum?

    Weil es mehrere Gründe für Religionsfeindlichkeit geben kann:

    1. Schlechte Erfahrungen mit einer bestimmten Religion, dies betrifft vor allem sog. Sektenaussteiger. Da diese in gewisser Hinsicht oft traumatisiert wurden, ist das eine nur allzu verständliche Reaktion. Wer sich da über eine gewisse Aggressivität wundert, versteht nichts von Menschen.
    2. Abwehr des Einflusses von religiösen Gruppen auf das allgemeine Leben. Dazu gehört beispielsweise, dass man auch als Konfessionsloser über die Steuern die Gehälter christlicher Bischöfe finanziert. Umgekehrt wehrt man sich auch mit allen Mitteln, wenn etwa über allgemeine Krankenkassenbeiträge Abtreibungen finanziert werden.
    3. Kritik an religiösen Denkweisen, Denkmustern und die Propagierung von Denkfehlern als Norm des Denkens. Hier ist es vor allem so, dass sich religiöse Menschen gegen Kritik immunisieren. Kritikimmunität ist eine Form des ideologischen Denkens, mit dem sich ALLES „rechtfertigen“ lässt. Selbst Popper gab zu, dass man eine kritikimmune Behauptung nicht ernst nehmen sollte. Eigentlich KANN man sie nicht wirklich ernst nehmen. Die einzige Möglichkeit, neben Gewalt (und das wollen wir alle nicht) ist der Humor als eine verbale Waffe gegen diese (nicht ganz ungefährliche) Art des Denkens.
    4. Natürlich kann es auch eine gruppenbezogene Religionsfeindlichkeit geben, eine, die sich gegen Menschen richtet und nicht deren Denkweisen. Das ist deswegen relativ schwierig, weil die meisten Menschen auch innerhalb einer relativ geschlossenen Gruppe kein so einheitliches Verhalten haben. In jedem Fall wäre dies, wenn es Grenzen überschreitet, kritisch zu sehen.

    Die Gleichsetzung von aggressivem Humor mit Menschenfeindlichkeit ist selbst ein Mittel der Kritikimmunisierung. Religiöse Gruppen haben die Neigung, ihre Denkweisen im emotionalen Selbstbild der Gruppenmitglieder zu verankern, so dass ein Angriff auf Denkweisen und Denkinhalte mit einem Angriff auf die Person gleichgesetzt werden. Das ist kein gesundes Verhältnis zu Kritik und Humor und dient genau der Abschirmung dagegen. Es ist der Versuch, auch gegen die unsinnigsten Denkweisen oder Denkinhalte, die ja nur noch per Gewalt oder Humor kritisiert werden können, auch noch das Mittel des Humors „auszuschalten“, weil man es nicht aushalten kann. Man beruft sich also auf Glaubensfreiheit, die Meinungsfreiheit voraussetzt, versucht aber den Kritikern, alle Mittel der Kritik streitig zu machen bzw. diese zu unterdrücken. D. h., effektiv ist dies als Versuch zu werten, Kritiker mundtot zu machen, in dem man ihnen auch das letzte Mittel - den Humor - abzunehmen versucht, in dem man dies mit Gewalt gleichsetzt.

    Wer dabei am lautesten über angebliche Verletzungen des eigenen Empfindens jammern kann, der gewinnt. Kurz, man überlässt die Meinungsfreiheit denen, die ihrer Wehleidigkeit und Humorlosigkeit den stärksten Ausdruck geben können. Im Moment haben einige muslimische Gruppen da die Nase vorn (siehe Streit um die Karikaturen), und man kann sehen, dass inzwischen auch Christen neidisch in diese Richtung schielen. Diese Art der Kritikunterdrückung durch Jammern und dem dumpfen Gefühl, gerade beleidigt worden zu sein, dessen würde man sich auch gerne bedienen.

    Aber allen, die nicht wollen, dass man sich über ihren Glauben lustig macht, kann man nur empfehlen, einfach nicht so lustiges Zeugs zu glauben!

    Der indiskutable Versuch, Humor gegen Religion auf einer emotionalen Ebene zu diskreditieren, wird einen genau gegenteiligen Effekt haben: Denn zum einen wird dadurch deutlich, dass Humor als Waffe „funktioniert“, weil sie auf der Ebene ansetzt, auf der sekundär religiöse Menschen ihre Ansichten verankern. Dies hängt damit zusammen, dass man, um den Humor zu verstehen, erst einmal begreifen muss, wieso diese Annahme zu kognitiven Dissonanzen führt. Zum anderen funktioniert Humor tatsächlich nur deswegen, weil die Ansichten gegen Kritik immunisiert wurden. Das ist der Grund, warum es so wenige gute Witze gegen den Atheismus gibt - ebenso, wie es auch nicht sehr viele gute Witze gegen das Gegenstück zum Atheismus, dem Theismus, gibt.

    Jeder Versuch, Kritik durch Humor zu unterdrücken, wird nur dazu führen, dass der Humor noch aggressiver wird. Da man die entscheidenden Debatten gegen die Atheisten schon längst verloren hat, lädt man dazu ein, sich hier eine weitere Niederlage zu holen. Man lädt auch zum Humor ein, je mehr man versucht, sich gegen Kritik zu immunisieren, und das ist auch völlig richtig so! Man kann es keiner Gruppe, keiner Institution, durchgehen lassen, die eigenen Ansichten vor Kritik zu bewahren - denn in dem Moment outet man sich als ein „Feind der offenen Gesellschaft“. Und gegen die, wie wir aus Erfahrung wissen, gilt das Toleranzgebot nicht, da Toleranz ansonsten selbstaufhebend wäre.

    Es ist schade, dass die meisten religiösen Menschen nicht durch eigenes Nachdenken darauf kommen, was an ihnen den Atheisten so gewaltig auf den Senkel geht, dass diese sich wehren. Ein wenig Selbstkritik könnte nicht schaden.

    Vor allem eines noch: Früher hat man Atheisten umgebracht. Und nun beschwert Ihr Euch, dass wir Euch mit rein verbalen Mitteln etwas von dem alten Hass zurückgeben? Falls Ihr, die religiösen Menschen, das nicht lächerlich findet: Ich finde das im höchsten Maß lächerlich.

    Nicht vergessen: Wir sind immer noch in der Position des Schwächeren! Und wer versucht, die Meinungen und auch den Humor der Schwächeren in einer Gesellschaft zu unterdrücken, für den sollte der Humor die geringste Sorge sein. Immerhin, je stärker wir werden, umso weniger habt Ihr von unserem Humor zu befürchten. Und ich fürchte, langfristig wird dies das Problem lösen - aber das geht noch viel mehr auf Kosten der religiösen Menschen.

  4. Marion Mahnke am 21. Januar 2014, 15:32 Uhr :

    Wie immer kenntnisreich beschrieben. Danke.

  5. @Volker

    Selten habe ich auf einem Blog einen so hasserfüllten Text wie Deinen Kommentar lesen müssen - immerhin hilft er, damit sich auch andere ein Bild machen können.

    Was soll man auch zu Sätzen wie diesen? „Früher hat man Atheisten umgebracht. Und nun beschwert Ihr Euch, dass wir Euch mit rein verbalen Mitteln etwas von dem alten Hass zurückgeben? Falls Ihr, die religiösen Menschen, das nicht lächerlich findet: Ich finde das im höchsten Maß lächerlich.“

    1. Müsstest Du wissen, dass jede Form von Kollektivschuld genau die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist, gegen die ich mich wehre. Kein Franzose hat zum Beispiel das Recht, Dich hasserfüllt anzugreifen, weil Du Deutscher bist und „wir“ Deutschen an zwei Weltkriegen beteiligt waren.

    2. Seit der Französischen Revolution und gerade auch im 20. Jahrhundert sind Millionen Menschen im Namen von Wissenschaftlichkeit, Atheismus und Religionskritik unterdrückt und ermordet worden. Meine eigene Familie hatte den „Humanismus“ der Stasi am eigenen Leib erlebt, inkl. Haft und Folter für meinen Vater. Und ich käme im Leben nicht auf den Gedanken, dafür irgendeine Kollektivschuld von oder gar „Racherecht“ an heutigen Atheisten oder Humanisten zu beanspruchen! Merkst Du nicht, in welche Abgründe so ein Denken führt?

    3. Wie Dein Kommentar zeigt, können Antitheisten ebenso intolerant und extrem sein wie Religiöse auch. Und Ihr Radikalen beider Seiten reklamieren den „baldigen Sieg“ über die Gläubigen bzw. Ungläubigen und behauptet, es gebe keinerlei Weg, in gegenseitigem Respekt, in Freiheit und Vielfalt zusammen zu leben. Dieser Logik werde ich mich nie beugen - und die Mehrheit der vernünftigen Menschen (ob religiös oder nicht) auch nicht.

    Erfahrungsgemäß bringt es leider selten etwas, mit bereits Radikalisierten zu diskutieren. Immerhin demonstrierst Du aber eindrucksvoll, wie notwendig es war, diese Gefahr auch bei theopop zu benennen.

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  8. Sehr geehrter Herr Dr. Blume!

    Jetzt weiß ich natürlich nicht, ob Sie mich infolge meines an Kommentator Volker Dittmar eben gespendeten Lobes auch schon — quasi durch Kontakt-Kontamination — als „haßerfüllt“ und „radikalisiert“ ansehen … dennoch:

    Mir erschließt sich nicht, was an dessen Posting „haßerfüllt“ und „radikalisiert“ sein sollte. Es ist in einem Absatz (von, wenn ich recht gezählt habe 13) mit seiner Formulierung „Früher hat man Atheisten umgebracht. Und nun beschwert Ihr Euch, dass wir Euch mit rein verbalen Mitteln etwas von dem alten Hass zurückgeben?“ nicht eben glücklich in dieser Pauschal-Formulierung — aber in toto „haßerfüllt“ und „radikalisiert“? Das meinen Sie doch nicht ernst …

    Sicherlich haben Sie völlig recht, daß durch radikale atheistische Propaganda (v.a. seitens der Kommunisten) an religiösen Menschen Unrecht begangen wurde (und in Nord-Korea etc. auch noch wird), das wohl jenes Unrecht, welches seinerzeit von Religionsvertretern gegenüber Glaubensdissidenten begangen, verlangt und als gottgefällig gerechtfertigt (!) wurde, einholt und übertrifft.

    Aber zwischen Bolschewiken, die eine Kirche samt Popen und gläubigen abfackeln, und einem — bestenfalls leicht provozierenden — Statement à la Volker Dittmar liegen Welten, und das zu verunklären ist m.E. ebenso ungerecht, wie geschmacklos-verletzende Bemerkungen von Atheistenseite.

    Inhaltlich haben Sie in Ihrer Replik nach meinem Dafürhalten nicht wirklich Gegenargumente bringen können, und, so leid es mir tut: in vielem, was Volker Dittmar schrieb, hat er durchaus recht. Und das sage ich als zwar in manchen Belangen kirchenkritischer, doch keineswegs atheistischer Mensch! Dittmars Verdacht:

    Wer dabei am lautesten über angebliche Verletzungen des eigenen Empfindens jammern kann, der gewinnt. Kurz, man überlässt die Meinungsfreiheit denen, die ihrer Wehleidigkeit und Humorlosigkeit den stärksten Ausdruck geben können. Im Moment haben einige muslimische Gruppen da die Nase vorn (siehe Streit um die Karikaturen), und man kann sehen, dass inzwischen auch Christen neidisch in diese Richtung schielen. Diese Art der Kritikunterdrückung durch Jammern und dem dumpfen Gefühl, gerade beleidigt worden zu sein, dessen würde man sich auch gerne bedienen.

    ist m.E. nicht ganz von der Hand zu weisen. Was fiele Ihnen dazu an Gegenargumenten ein? — das wäre interessant, nicht eine mimosenhafte Reaktion nach dem Motto: „Erfahrungsgemäß bringt es leider selten etwas, mit bereits Radikalisierten zu diskutieren“ — die wenigstens in mir den Verdacht keimen läßt: so antwortet man meist, wenn man inhaltlich nicht zu antworten weiß.

    Mag sein, daß, wenn Sie sich auf „meinem“ Blog umsehen, vieles zu provokant vorkommt. Nun, soll sein. Ich liebe es nicht, aus meinem Herzen eine Mördergrube zu machen. „Love it or leave it“, sagt der Engländer in solchen Fällen achselzuckend. Und auch religiösen Menschen würde etwas Gelassenheit in derlei Sachen m.E. nicht schaden …

  9. Herr Doktor Blume,
    auf Ihre folgende Aussage muss ich kritisch eingehen:

    2. Seit der Französischen Revolution und gerade auch im 20. Jahrhundert sind Millionen Menschen im Namen von Wissenschaftlichkeit, Atheismus und Religionskritik unterdrückt und ermordet worden. Meine eigene Familie hatte den “Humanismus” der Stasi am eigenen Leib erlebt, inkl. Haft und Folter für meinen Vater.“

    Ihre Aussage enthält grobe Fehler, die wahrscheinlich ihrem Übereifer zu verdanken sind.
    Keine der von Ihnen aufgezählten Haltungen lassen es zu, daraus irgendeine Handlung, geschweige denn Gewalt und Mord abzuleiten.
    Weder Wissenschaft, noch Atheismus, noch Humanismus enthalten Aussagen, die Gewalt rechtfertigen würden.

    Dem gegenüber stehen tatsächlich aber ‚heilige Schriften‘, die klare Anweisungen zur Gewaltanwendung enthalten - was gerne in religiösen Veranstaltungen ignoriert wird.

    Ich appelliere an ihre akademische Pflicht zur Ehrlichkeit und bitte Sie, die Konstruktion solcher falschen Zusammenhänge zu unterlassen.

    Vielen Dank und fröhliche Grüße
    Eine, die im Ethikseminar wach geblieben ist.

  10. Lieber Herr Blume,

    in Frieden miteinander leben wäre einfacher, wären da nicht die heiligen Texte, in denen zum Mord gegenüber Anders- und Nichtgläubigen aufgerufen würde.

    Es sind Missionare, Pfarrer und Religionslehrer, die mit dem Missionsauftrag ausgestattet, auf andere losgeschickt werden, da die Kirchen gegenüber anderen Religionen und Ungläubigen nur wenig Respekt zollen.
    Oder denken wir an die Sektenbeauftragten, die andere Gruppen pauschal kriminalisieren und ihnen den BND auf den Hals hetzen.

    Und was sagte noch Bischof Overbeck über Atheisten: „Ohne Religion und ohne gelebte Praxis von Religion gibt es kein Menschsein.“ (http://hpd.de/node/13403). Für die Erleuchteten sind Religionsfreie also selbst im Jahr 2012 immer noch gar keine Menschen. Solche Entmenschung hörte man sonst das letztemal von 1933 bis 1945.

    Hierfür kann und will ich sie nicht verantwortlich machen. Aber:

    In dieser Zeit florierte auch das Thema Gruppenselektion, welches sie selber gerne als Erklärung für die angeblichen Vorteile vom religiösen Gruppenleben zitieren (http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/gruppenselektion-vor-dem-comeback/). Wer solches Gedankengut sät, der muss auch mit den Nachteilen der Gruppenhaft leben.

    Und sehen sie sich bitte ihren eigenen Blog an. Da wird von Gläubigen geäußert, dass man ohne Gotteserfahrung gar nicht mitreden könnte. Da werden Religionskritiker von ihnen selber pauschal als nicht ernst zunehmend bezeichnet (13. Januar 2014 18:10). Auch solche Äußerungen zeigen eine latente gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

    Daher: Jeder den Finger an die eigene Nase, bevor man sich zum Moralapostel aufschwingt.

    MfG

  11. @Hilde Rotfeld & @Rah Segel

    Dass sich machthungrige und gewalttätige Gruppen aller Art auf religiöse oder weltanschauliche Ideale berufen, ist ja kein neuer Zustand. Und ebenso „klassisch“ ist die Distanzierung anderer davon, a la „Ein Muslim kann kein Terrorist sein.“ - „Die Kreuzzüge widersprachen dem Christentum.“ oder „Die DDR-Verfassung und Stasi beriefen sich zu Unrecht auf Atheismus und Humanismus!“

    Damit wir uns richtig verstehen: Ich finde diese Distanzierungen gut! Aber ich denke dennoch, dass zumindest akademisch gebildete bzw. in Verantwortung stehende Menschen darüber hinaus neben den Licht- eben auch die Schattenseiten ihrer jeweiligen Religions- und Weltanschauungs„geschichte“ reflektieren müssen. Nicht, weil die Christin, der Humanist oder die Muslimin persönlich in irgendeiner Weise schuldig an Vergangenem oder derzeit anderswo Geschehendem wären, sondern weil wir alle verantwortlich sind, dass sich solche Abgründe nicht wiederholen. Dass das niemand wirklich gerne tut, ist klar und verständlich; aber ich denke, billiger geht es nicht. Selbst z.B. der Buddha - der ja nun selbst strikt gewaltlos lebte und dies auch nicht-theistisch lehrte - wurde schon bald nach seinem Tod zur Rechtfertigung von Politik und Gewalt „umgedeutet“, bis hin zum Mord an Bandaraneike 1959 durch einen Mönch: http://de.wikipedia.org/wiki/S._W._R._D._Bandaranaike

    Wenn also Buddhisten heute voller Überzeugung behaupten, dass man aus dem Buddhismus „keine Gewalt ableiten“ dürfe, so stimme ich dem zwar inhaltlich zu, muss aber dennoch daran erinnern, dass auch dies geschehen ist, teilweise noch geschieht und wieder geschehen kann. JEDE Weltanschauung - ob religiös oder nicht - kann m.E. entsprechend umgebogen werden.

    Was mich in den Debatten zwischen Religiösen und Atheisten immer wieder etwas verwundert ist das seltsame Argument: „Aber der macht es doch auch!“ Ja sicher, es wird immer Menschen auf allen Seiten geben - manchmal auch in verantwortlicher Position -, die in Wort und Tat die Grenzen des Anstands oder sogar des Strafrechts überschreiten. Aber GERADE DESWEGEN braucht es m.E. immer eine Mehrheit, die solche Entgleisungen nicht mitträgt; und eben nicht durch weitere Eskalation befeuert. Das Spiel „Aber XY hat angefangen, jetzt dürfen wir auch!“ versuchen wir doch auch unseren Kinder nicht durchgehen zu lassen!?

    Zuletzt noch ein Hinweis an @Rah Segel: Ja, die dynamischen Entwicklungen und Debatten in der Evolutionsbiologie sind sehr spannend und inzwischen hat sich ja auch z.B. E.O. Wilson neu für die „group selection“ positioniert. Aber dennoch und gerade deswegen kann ich nur dringend davor warnen, kulturelle Gemeinschaften (wie „Völker“, Kirchen oder humanistische Verbände) mit biologischen Gruppen gleich zu setzen! Das haut wissenschaftlich überhaupt nicht hin und führt zurück zu einem üblen Sozialdarwinismus, vor dem ich nur warnen kann!

    Ihnen beiden einen schönen Abend, für Ihre kritischen, aber konstruktiven Anfragen habe ich mir gerne Zeit genommen!

  12. @Rah Segel

    Ein Nachtrag noch! Sie hatten bezüglich meines Blogs beklagt: „Da wird von Gläubigen geäußert, dass man ohne Gotteserfahrung gar nicht mitreden könnte.“

    Bestimmt ist es Ihnen entgangen, aber gerade nachdem solche Äußerungen gefallen waren, habe ich in einem eigenen Blogpost widersprochen und geschrieben:
    „Die Religionswissenschaft ist erfreulicherweise über dieses Verdikt hinaus gewachsen - heute gilt es als selbstverständlich, dass auch nichtreligiöse Menschen die wissenschaftlichen Theorien und empirischen Befunde ebenso verstehen können, wie auch ein farbenblinder Mensch selbstverständlich dennoch alles theoretische Wissen über Entstehung, Wahrnehmungen und Wirkungen von Farben erwerben kann. Gerade auch in meinem Forschungsfeld - der Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen - gibt es jede Menge hervorragender, atheistischer Kollegen wie zum Beispiel Jesse Bering.„
    http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/k-nnen-nichtglaubende-religion-berhaupt-verstehen-von-rudolf-otto-bis-sacred-harp/

    Zwar gibt es Debatten über die Unterschiede zwischen Innen- und Außensicht auch in der Musik-, Literatur-, Wahrnehmungs- und generell Kulturforschung; aber ich vertrete dabei die klare Auffassung, dass empirisches Wissen sogar idealerweise von weltanschaulich gemischten Teams erarbeitet und diskutiert werden sollte, weil jede® von uns seine blinden Flecke hat!

  13. András Török am 22. Januar 2014, 21:45 Uhr :

    Man darf sich natürlich über die Religionen und die Religiösen lustig machen. Die Gläubigen, die sowohl geistig als auch geistlich erwachsen sind, tun das ja von sich (siehe z.B. reverendfun.com).

    Aber andere Menchen tief verletzen - dass kann man ja nicht wollen. Wer das willentlich tut, legt über sich ein schlechtes Zeugnis ab. Dieses verhalten kann man auch nicht mit irgendwelchen Klügeleien rechtfertigen wollen.

    Wer über tiefe Überzeugungen und Gefühle anderer vernichtend spottet, greift ihn mit einem Schlag unter die Gürtellinie an. Als ein Feind. So einfach ist es.

  14. Pingback: Schlechter Scherz. Was darf Satire? | theolounge.de

  15. Ca. Hamster am 27. Januar 2014, 10:28 Uhr :

    Wenn ich bekenne, dass ich Atheist bin, kann ich alleine für diesen Satz in 13 Ländern hingerichtet werden und in weiteren 39 Staaten zu Gefängnis- und Prügelstrafen verurteilt werden.
    Und in allen (!) Ländern der Erde kann ich wegen Beleidigung religiöser Gefühle verklagt werden (http://iheu.org/story/you-can-be-put-death-atheism-13-countries-around-world).
    In einigen westlichen Ländern (!) sind sogar Bücher, wie z.B. Harry Potter, wegen Verherrlichung von Zauberei verboten.
    Auch in Deutschland wird mir das Menschsein als Atheist abgesprochen (http://hpd.de/node/13403).

    Und all dies nur wegen einiger Ideen, die sich ein paar Religioten vor ein paar Tausend Jahren ausgedacht haben. Wenn ich nun höre, dass manche Leute auch in Deutschland die Schrauben wieder enger anziehen wollen und wes Geistes Kind sie sind, dann wird mir Angst und Bange.

    Wie soll man gegen Menschen protestieren, die solche „unumstößlichen“ Wahrheiten postulieren und umsetzen wollen?

    - Gewalt? Brauche ich nicht zu diskutieren.

    - Respekt? Alle Religioten fordern Respekt für sich. Aber wer andere missioniert, kennt selber keinen Respekt gegenüber den Überzeugungen anderer. Für solche Missionare ist alles andere minderwertig.

    - Humor? Tolle Idee, insbesondere da Herr Blume darauf hinweist, dass „jede® von uns seine blinden Flecke hat!“. Aber diese können/wollen viele Gläubige überhaupt nicht bei sich bemerken.

    Was bleibt?

    Humor ist die einzige Lösung, andere auf ihre blinden Flecke aufmerksam zu machen, ohne sie zu missionieren oder ihnen ein Verhalten vorzuschreiben. Aber Humor erfordert Intelligenz.
    Vielleicht könnten die Gläubigen zeigen, wie viel Humor sie selber haben und auch gute Witze über Atheisten machen. Ich würde gerne ein paar davon hören (vielleicht als Sammlung als E-book).

  16. Juergen Niebecker am 29. Januar 2014, 13:44 Uhr :

    Ich hoffe mal, daß der Begriff der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ nur so eine Modeerscheinung ist. Der Begriff entstand ja in „Bielefeld“. Damit ist schon das Wichtigste gesagt und jedem mit Verstand ist klar, daß SIE hinter der Theorie stecken.

    Es werden verschiedenste Fragen gestellt und dann denken SIE sich einen Begriff zu der Antwort aus. SIE fragen z.B. ob man gerne Wasser trinkt und je nachdem ob man Ja oder Nein sagt, hat man das Etikett hydrophil oder hydrophob. Wenn man sagt, daß man kein Schweinefleisch ist, dann sagen SIE, daß man porcophob ist. usw.
    So sagen SIE, daß über 30% deswegen homophob sind, weil sie es ekelig finden, wenn sich zwei Männer bzw. zwei Frauen in der Öffentlichkeit küssen. Diese Zuordnung machen SIE natürlich aus Berechnung. In Wirklichkeit sind die Befragten nämlich philemaphob. Aber SIE ordnen es willkürlich einer anderen Phobie zu.
    Und schlußendlich stellen SIE eine Verbindung zwischen den verschiedenen Phobien her. Sie bilden Gruppen. Wenn man dann nicht aufpasst ist man als Veganer dann schnell auch islamistisch, weil ja Muslime ebenfalls porcophob sind. Da stecke SIE einem in eine Gruppe, wo man sich anfürsich gar nicht wohl fühlt.

    Lassen wir also diese Theorie dort wo sie her stammt: in Bielefeld!

    (Um das klar zu stellen: Ich gehöre nicht zu IHNEN! – Ehrlich!)

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