(Bild: Chelsea Block/unsplash.com)

Und Gott spricht: Nicht in meinem Namen!

Eigentlich hat sich der Kabarettist Bodo Wartke auf lustige Musik spezialisiert. Hier wird er aber ganz ernst: Es geht um Gewalt im Namen einer Religion. Wenn er Gott wäre, so Wartke, hätte er nur eine Botschaft an die „Gläubigen“: Ihr handelt nicht in meinem Namen.



Danke dafür, möchte man sagen. Es ist ja ein Punkt, den Religionskritiker im Stile Richard Dawkins gerne anbringen: Ohne Religion wäre die Welt eine bessere, weil gewaltfreier. Ich möchte dann immer antworten: was für ein Blödsinn. Ja, Religion hat in ihrer extremistischen Form das Potenzial, Gewalt hervorzubringen oder zu intensivieren. Religion hat aber auch das Potenzial, Gutes zu bewirken – Zusammenarbeit, Miteinander, Mitgefühl, Frieden.

Wer der Religion die Schuld an den zahlreichen Konflikten auf der Erde gibt, der macht es sich zu einfach. Gebt Menschen eine lebenswerte Existenz, ausreichend Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf, gerechte Teilhabe an der Gesellschaft – und diese Welt wäre auf einen Schlag um einiges friedlicher.

Existenzielle Not ist das Fundament von Extremismus und Gewalt. Ich glaube, Gott würde Bodo Wartkes Video unterschreiben. Gewalt und Extremismus, Diskriminierung und Hass sind weder Ausdrucksformen eines christlich- noch eines islamisch verstandenen Gottes.

(Danke für den Hinweis auf das Video an Janina!)

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Und Gott spricht: Nicht in meinem Namen!

Ein Gedanke zu „Und Gott spricht: Nicht in meinem Namen!

  1. Beate Faasch schreibt:

    DANKE Bodo Wartke für dieses Lied.
    Es bringt genau das zum Ausdruck, was ich fühle und wovon ich überzeugt bin.

      

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